PERFORMANCE-DATEN GLASTAR OE-CWG


Die 2 Bilder darunter zeigen das damalige offizielle Prospekt der Firma GlasAir-Aviation mit den offiziellen Performance-Daten für die Glastar mit Lycoming Motor O-320 oder O-360.
Ich habe mich ja bei meiner Glastar für ein technologisch modernes SUBARU Engine Forward Package entschieden, mit einem sehr robusten und zuverlässigen 2,5 Liter SUBARU-Boxer Motor mit 205 HP.
Daher sind meine Flug-Performance Daten sehr ähnlich der Werte im Prospekt des Lycoming O-360 Motors mit Propeller Verstellung.
Beispiele:
- Eine Reiseleistung mit meiner Glastar von sehr gemütlichen 3600-3800 Motordrehzahl ergibt 1700-1800 Propellerdrehzahl (Untersetzungsgetriebe 1:2,12) und mit dabei 4-5 USgal Verbrauch noch immer zu einer Reisespeed von 110-120 Knoten.
- Bei ausreichend langen Pisten starte ich mit ca. 5000 Motordrehzahl und reduziere später auf Steigflug mit 4400 bis 4800 Motordrehzahl, je nach Gewicht. Startdrehzahlen bis max 6300 sind möglich, mein persönliches Maximum sind 5700 Motordrehzahl/2700 Propeller Drehzahl…..ergibt eine gewaltige Startleistung, um auch auf sehr kurzen Plätzen mit viel Gewicht sicher zu abzufliegen.
Bezüglich Weight & Balance hat meine Glastar ein Empty-Weight von 1380 lbs (625kg) und ein MTOW von 1960 lbs (890 kg)…..dazwischen liegt eine Useful-Load von 580 lbs (265 kg) für Personen, Fuel und Gepäck. Als 2-Sitzer lässt sich damit auch für längere Strecken und etwas Gepäck recht gut operieren. Der sehr große Gepäcksraum erlaubt auch etwas sperrigere Ladung in Höhe, Länge und Gewicht (max. 250 lbs/113kg). Es gibt sogar zugelassene Glastars, in denen eine große hintere Tür und ein zusätzlicher Sitz für eine 3.Person eingebaut wurde.
Der Schwerpunkt-Bereich ist in fast allen sinnvollen Beladungszuständen sehr gutmütig und durch leichte Kopflastigkeit meist problemlos, auch bei mehr Gewicht im hinteren Gepäcksbereich. Personen und Fuel-Tanks sind ja ohnehin auf einer sehr neutralen Schwerpunktsebene angesiedelt.
Betreffend Fuel-Verbrauch, Fuel-Kosten, Endurance und Kosten pro Flugstunde kann die Glastar mit meinem Subaru Motor viel effizienter und preisgünstiger betrieben werden. Auto-Super statt AVGAS und Verbrauchswerte von 4-6gph statt 7-10 gph ermöglichen ein sehr kostengünstiges Fliegen.
Meine Glastar hat auch die optionalen Auxilary Tanks eingebaut, somit Gesamt-Fuel von 50 USGAL (knapp 200 Litern) getankt werden könnte und bei 4-6 gph Verbrauch eine unglaubliche Endurance von 7-8 Stunden inkl. VFR-Reserve ergeben würde.
Die Tragflächen können – falls gewünscht – in 5-10min sicher zurückgeklappt werden (siehe Bild2, max. Breite dann 2,44m), wodurch unter Umständen geringere Hangarierungskosten erreicht werden können. Bei den heutigen Hangarpreisen nicht unwichtig.
Wie auf den 2 Bildern ersichtlich ist, wird diese Glastar als Bugrad-Flugzeug, Spornrad-Flugzeug, auf Wasser-Floats und sogar auf Schnee-Ski geflogen, und auch meine Glastar könnte jederzeit diesbezüglich umgebaut werden. Da ich mein ganzes Flieger-Leben Flugzeuge mit Bugrad geflogen bin, habe ich mich natürlich auch für diese Tricycle-Variante entschieden.
Alle weiteren Performance-Daten sind natürlich im offiziellen Handbuch der Glastar OE-CWG ersichtlich.
Zusammenfassend ist diese Glastar OE-CWG mit Sicherheit eines der gutmütigst zu fliegenden Sportflugzeuge, mit sehr langsamen Geschwindigkeiten in Bodennähe bei Start, Anflug und Landung. Dieses Flugzeug liegt sehr sicher und stabil in der Luft, und selbst bei Strömungsabriss folgt eher ein kontrollierter „Sackflug“ als ein spontanes Wegtrudeln.
Trotz des gutmütigen laminaren Profils, erreicht dieses Flugzeug sogar im sparsamen Reiseflug sehr gute Geschwindigkeitswerte.
Natürlich ist der moderne Subaru-Motor um einiges komplexer, als die Lycoming Motoren alter Technologie, erfordert auch eine gute Einschulung und technisches Verständnis für diese neue Technologie. Auch der damit verbundene Propeller mit elektrischer Propeller Verstellung und das starke A40 Untersetzungsgetriebe (PSRU = Propeller speed Reduction Unit) zwischen Propeller und Motor sollte technisch verstanden werden, um dieses Engine Package langfristig und sicher zu betreiben. Nach diesem technischen Verständnis ist diese Glastar einfacher zu fliegen, als jede Glastar mit einem Lycoming.